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Die Seelenbotschaft hinter deiner Erkältung: Wenn der Körper eine Pause fordert

Der Herbst ist da, das Wetter schlägt um, es wird kühler – und mit einem Mal hört man es wieder überall: Menschen, die schniefen, husten und über eine Erkältung klagen.

Dieser alljährliche Wechsel hat mich dazu inspiriert, heute genau darüber zu sprechen. Aber wie du es von mir kennst, schauen wir ein bisschen tiefer. Wir fragen uns nicht nur, was wir gegen eine Erkältung tun können, sondern warum unser Inneres sich überhaupt eine Erkältung erschafft. Welche Seelenbotschaft könnte sich dahinter verbergen, besonders wenn du öfter mal erkältet bist? Die Frage ist ja: Wo setzt man dann an?

Immunsystem stärken oder Nervensystem entlasten?

Die meisten Menschen sagen: „Über den Winter muss ich mein Immunsystem stärken.“ Sie greifen dann zu Vitamin D, Vitamin C, Zink und so weiter. Das ist sicherlich keine schlechte Idee. Aber kaum jemand denkt daran, sein Nervensystem zu entlasten. Und genau das ist der Punkt, über den ich heute mit dir sprechen möchte.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass ein überlastetes Nervensystem – und der damit verbundene innere Stress sowie ein zu hoher Cortisolspiegel – unser Immunsystem massiv schwächen kann. Wenn eine Erkältung also aus einem gestressten Nervensystem heraus entsteht, dann könnten dahinter unverarbeitete emotionale Trigger liegen. Dinge, die uns reizen, ohne dass sie uns überhaupt bewusst wären. Kennst du das?

Vielleicht warst du mal bei Regenwetter und kaltem Wind ohne Jacke draußen, hast dich unterkühlt und zack – am nächsten Tag ist die Erkältung da. Man könnte meinen, der kalte Wind vom Vortag war der Auslöser. Aber was, wenn ich dir sage, dass der kalte Wind nur die Spitze des Eisbergs ist? Was, wenn er sozusagen nur der letzte kleine Stupser war, der die Kugel ins Rollen gebracht hat, und das eigentliche emotionale Ereignis, das dein System bereits geschwächt hat, Tage, Wochen oder manchmal sogar Monate zurückliegt?

Eine Geschichte aus der Praxis: Der Ursprung einer Erkältung

Ich möchte dir dazu etwas aus meiner täglichen Arbeit erzählen, um das Ganze für dich greifbarer zu machen.

Diese Woche hatte ich ein Online-Coaching mit einer Klientin, die ich sehr schätze. Es ging um die Themen Selbstwert und Selbstvertrauen. Sie war zu unserem Termin sehr stark erkältet, ihre Nase war komplett zu. Zu Beginn meiner Sitzungen mache ich oft ein, zwei kleine Übungen mit dem Klienten, um die Wahrnehmung für die inneren Zusammenhänge zu stärken.

Und so kam es, dass ich sie intuitiv etwas fragte: „Wenn du dich auf einen einzigen Tag festlegen müsstest, an dem diese Erkältung seelisch entstanden ist, die du jetzt hast, welcher Tag wäre das? Es muss kein Tag sein, der logisch mit dem Krankheitsbeginn zusammenhängt. Er darf auch ein paar Wochen oder vielleicht auch ein paar Monate zurückliegen.“

Sie war kurz still und antwortete dann überrascht: „Es ist zwischen meinen zwei Urlauben im August passiert.“

Sie erzählte, dass sie da ein Gespräch mit ihrer Mutter hatte. Sie konnte sich noch sehr gut an den Tag erinnern. Sie wollte ihrer Mutter von ihrem zweiten Urlaub erzählen, der für sie persönlich eine enorme Bedeutung haben sollte und auf den sie sich riesig freute. In diesem Moment des Gesprächs nahm sie plötzlich wieder dieses alte Gefühl wahr: ein schlechtes Gewissen, wenn es darum geht, etwas nur für sich selbst zu tun. Denn schließlich, so ihr unbewusstes Programm, müsse sie ja für ihre Mutter da sein.

Wir stießen auf ein tiefes emotionales Thema. Schon von klein auf brauchte die Mutter die Aufmerksamkeit ihrer Tochter, damit es ihr – der Mutter – gut ging. Ob es um Aufgaben im Haushalt ging oder um emotionale Fürsorge: Sie als Tochter war für vieles verantwortlich. Und wenn es mal nicht so lief, wie die Mutter es wollte, verstand diese es sehr gut, ihr Schuldgefühle zu machen und sie darüber zu steuern.

Ich fragte die Klientin: „Wie hat denn deine Mutter reagiert, als du ihr von deinem Vorhaben im zweiten Urlaub erzählt hast?“ Sie sagte: „Naja, sie meinte nur 'Okay.' Und dann ist sie sofort wieder zu ihren eigenen Belangen übergegangen und hat angefangen, von sich zu erzählen.“

Diese Reaktion hatte sie verletzt, weil dieser zweite Urlaub etwas ganz Besonderes für sie sein sollte. Aber wie tief die Verletzung wirklich saß, wurde ihr erst durch meine nächste Frage bewusst:

„Stell dir vor, deine Tochter kommt eines Tages zu dir und erzählt dir genau das Gleiche, was du deiner Mutter erzählt hast. Wie wäre deine Reaktion als Mutter?“

In diesem Moment brach sie in Tränen aus. Sie sagte: „Ich würde mich so sehr für meine Tochter freuen. Ich würde ihr so sehr meine Freude zeigen, sie umarmen und ihr sagen, wie großartig das ist.“ Sie würde ihrer Tochter also genau die Reaktion schenken, die sie sich von ihrer eigenen Mutter so sehr gewünscht hätte.

Im weiteren Verlauf des Coachings wurde klar, dass genau dieses Muster ihren Selbstwert blockierte. Sie gab immer nur nach außen, brachte anderen Fürsorge, regelte alles für andere, machte und tat, weil sie sich unbewusst genau das von ihrer Mutter gewünscht hätte. Doch sobald sie etwas für sich selbst tun wollte, kam dieses tief verwurzelte, schlechte Gewissen hoch.

Wir haben dieses seelische Thema dann gemeinsam aufgelöst. Und was passierte? Ihr Nervensystem konnte sich endlich entspannen. Die Klientin wurde schlagartig müde, aber sie lächelte wieder, weil sich ein über Jahrzehnte angestauter Knoten gelöst hatte. Und auch ihr Körper reagierte sofort: Die Erkältung „bedankte sich“ mit einem richtig schleimlösenden Husten – ein klares Zeichen der Lösung.

Was das Leben uns wirklich antwortet

Und jetzt kommt der wirklich spannende Teil: Am nächsten Tag stand eine Familienfeier an, für die sie natürlich wieder alles alleine organisieren wollte. Ich fragte sie: „Was willst du von Herzen wirklich? Willst du wirklich alles morgen organisieren und für alles und jeden wieder die Verantwortung übernehmen? Was sagt dein Herz dazu?“

Sie spürte ganz klar den Wunsch, die Dinge für den morgigen Tag anders zu gestalten.

Und da siehst du, wie das Leben antwortet: nämlich nicht immer mit dem, was wir wollen, sondern mit dem, was wir in uns tragen. Sie trug diese tiefe Verletzung und den Widerstand in sich, schon wieder für alle verantwortlich zu sein. Ihr Inneres sagte: „Das willst du doch gar nicht! Du bist doch noch verletzt von der Reaktion deiner Mutter. Und jetzt willst du noch eins draufsetzen und wieder für alle springen? Nein, das machen wir nicht mehr.“

Die Reaktion darauf war die Erkältung. Im Grunde hatte sie die Nase gestrichen voll von diesem alten Muster. Spannend, oder?

Dein Impuls: Was deine Erkältung dir sagen will

Mein Impuls für dich: Wenn du das nächste Mal erkältet bist oder dich etwas „anfliegt“, dann versuch doch mal, über den Tellerrand der Viren und Bakterien hinauszuschauen. Frag dich:

  • Wann war der seelische Ursprung dieser Krankheit?
  • Was ist in den Tagen oder Wochen davor emotional passiert?
  • Welches Gefühl, welche Verletzung oder welchen Konflikt habe ich vielleicht unterdrückt?

Die emotionale Verarbeitung des unterdrückten Konflikts ist der Schlüssel, um dieses Muster auf allen Ebenen zu lösen. Es geht nicht um eine Trotzreaktion nach dem Motto: „So, jetzt bin ich nicht mehr für andere da, ich mache jetzt nur noch was für mich!“ Das bringt uns meistens nicht weiter, sondern führt uns nur in einen neuen Widerstand. Vielmehr geht es darum, uns diesem emotionalen Konflikt zu öffnen, ihn zu verarbeiten und uns gleichzeitig für eine neue Richtung in unserem Leben zu entscheiden.

Das befreit unser Inneres und es befreit auch unseren Körper. Wahrzunehmen, was du wirklich von Herzen willst, und wahrzunehmen, was emotional in dir vorgeht, sind so wichtige Schritte, um deinen Selbstwert und deine Selbstliebe zu finden. So wie bei meiner Klientin, die die Arbeit für die Feier eigentlich gar nicht alleine machen wollte, es aber aus alten Schuldgefühlen heraus getan hätte.

Das war's für heute von meiner Seite. Nimm diese Gedanken einfach mal mit.

Alles Liebe für dich und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Deine Seele spricht.

Dein André Göttler


PS Möchtest du tiefer in diese Themen eintauchen?

Wenn dich das interessiert und du lernen möchtest, wie du diese Rollenmuster und Blockaden auflösen kannst, um wirklich du selbst zu sein, dann besuche gerne die persönliche Webseite von André:

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