Auf Play drücken, damit sich er Podcast abspielt oder zum Lesen nach unten scrollen!

Übersäuert und wach

Hinweis für alle unsere Beiträge: Bitte habe Verständnis dafür, dass unsere Beiträge keinen medizinischen Ratschlag ersetzen und auch nicht zur Diagnose dienen. Wenn Du ernsthafte Beschwerden hast, wende Dich bitte an einen Arzt Deines Vertrauens.

Von schlechtem Schlaf und innerer Übersäuerung: Ein Weckruf deiner Seele

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog, ich bin André Göttler und heute möchte ich ein Thema mit dir teilen, das viele von uns betrifft: schlechter Schlaf und das Gefühl, morgens wie gerädert aufzuwachen. In meiner inneren Arbeit habe ich festgestellt, dass diese beiden Dinge oft eng mit einer inneren „Übersäuerung“ zusammenhängen – und diese wiederum hat ihre Wurzeln häufig in emotionalem Stress.

Der direkte Draht zwischen Stress, Schlaf und Körperchemie

Es ist ein faszinierender Kreislauf: Wenn wir tagsüber zu viel Stress erleben, schüttet unser Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol aus. Ein konstant hoher Cortisolspiegel kann abends die Produktion des Schlafhormons Melatonin blockieren. Das Ergebnis: Wir schlafen schlecht, unruhig oder finden gar nicht erst in den Schlaf.

Doch woher kommt dieser Stress wirklich? In meinen letzten Beiträgen habe ich immer wieder verdeutlicht, dass Stress vor allem dann entsteht, wenn wir zu viele Gefühle in uns anhäufen, die wir nicht bewusst wahrnehmen. Diese unterdrückten Emotionen – Wut, Trauer, Enttäuschung – verdichten sich in unserem Inneren, und diese Dichte erleben wir im Außen als Stress.

Die Logik dahinter ist eigentlich brillant: Wenn du schlecht schläfst, ist das eine liebevolle Aufforderung deiner Seele. Sie sagt dir: „Hey, wach mal auf! Bleib mal wach und schau genauer hin, was in dir wirklich los ist.“ Dass ein Zustand des „Sauerseins“ auch mit negativen Emotionen wie Wut zusammenhängt, ist längst kein Geheimnis mehr. Die entscheidende Frage ist also: Wie kommen wir an diese verborgenen Themen heran?

Wie alte Wunden in der Gegenwart wirken: Das Prinzip der Resonanz

Oft entstehen diese emotionalen Staus, weil wir Dinge, die uns beschäftigen, einfach wegdrücken oder „tilgen“. Stell dir vor, dein Sohn hat Schwierigkeiten in der Schule. Er kämpft und müht sich ab, und du versuchst ihn zu unterstützen. Du empfindest Mitgefühl für ihn, bist vielleicht traurig, dass er es so schwer hat. Doch was wir oft nicht bemerken, ist der innere Spiegel, die Resonanz in uns selbst. Wir sehen seinen Kampf, spüren aber nicht, dass wir in uns selbst ein tief verankertes Bild von Kampf und Leid tragen.

Vielleicht stammt es aus einer unverarbeiteten Situation im Kindergarten, einem Konflikt mit den Eltern oder Geschwistern, der uns als Kind überfordert hat. Es kann eine scheinbar kleine Begebenheit sein: Vielleicht musstest du als Fünfjähriger kurz auf dein dreijähriges Geschwisterchen aufpassen und warst mit dieser komplexen Aufgabe – auch wenn es nur 20 Minuten waren – komplett überfordert. Unser System speichert solche Momente der Überforderung zur „Verarbeitung für später“ ab. Und so lange wir nicht hinschauen, erleben wir sie immer wieder neu, weil alles, was wir im Außen erfahren, das Ergebnis einer inneren Resonanz ist. Unser Leben kreiert sich ausnahmslos aus unserem Inneren heraus.

Ein persönliches Beispiel: Das Ringen um den eigenen Platz

Ich durfte das neulich selbst ganz präsent erleben. Mein jüngster Sohn musste die Fußballmannschaft wechseln. In der neuen Mannschaft wurde er von den anderen Kindern erst einmal nicht positiv aufgenommen. Die alten Stammspieler sahen ihn und die anderen Neuen als Konkurrenz, die die gewohnte Ordnung durcheinanderbringt. Mein Sohn erlebte Ausgrenzung, und es tat ihm so weh, dass er nicht mehr zum Training gehen wollte.

Ich reflektierte das für mich und stellte fest: Nicht alle neuen Kinder erlebten diese Ausgrenzung im gleichen Maße. Also gab ich meinem Sohn den Rat, es noch drei weitere Male zu probieren. Gleichzeitig schaute ich bei mir selbst hin: Warum erlebt mein Kind das Thema Ausgrenzung so stark? Mir wurde bewusst, dass mein älterer Sohn das gleiche Thema schon früh in der Schule hatte. Und interessanterweise erlebte ich in genau dieser Woche selbst eine Situation, in der ich mich stark ausgegrenzt und sehr traurig fühlte.

Da war es: dieses Gefühl, ausgegrenzt zu sein. Es kam mir bekannt vor. Ich beschloss, es zuzulassen. So eine „Zulassung“ kann bei mir auch mal ein paar Stunden oder Tage dauern. Doch über das Gefühl tauchten wie von selbst die Bilder der Ursprungsprozesse auf. Mir wurde klar: Ich selbst habe ein riesiges Thema mit Ausgrenzung. Ich musste als Kind immer um meinen Platz, um Liebe und Aufmerksamkeit kämpfen. Ich war eine ungeplante Überraschung für meine Mutter, die sich eigentlich Töchter gewünscht hatte. Also kämpfte ich darum, gesehen zu werden – sei es durch Krankheiten, durch außerordentlich gutes Benehmen oder in der Pubertät auch mal durch Verhalten, das außerhalb des Rahmens lag. Plötzlich spürte ich die ganze Wut und Traurigkeit, die dahintersteckte.

Ich habe das dann verarbeitet. Dieser Prozess dauerte circa eine Woche und entfaltete sich in einzelnen Schritten und Stationen. Und siehe da: Es hat sich für mich verändert – und damit auch für meinen Sohn. Er ging wieder ins Training, fand auf einmal Freunde und fühlte sich wohl. Dieses „Familien-Fraktal“ hatte sich durch meine Aufarbeitung gelöst.

Der Weg zur Heilung: Fühlen statt Denken

Umso achtsamer wir also mit uns selbst im Alltag umgehen und die Situationen, die wir erleben, wirklich reflektieren, umso näher kommen wir an unsere wahren Gefühle. Wir entdecken, was uns nachts beschäftigt und uns morgens gerädert aufstehen lässt.

Der Weg dorthin erfordert eine bewusste Entscheidung:

  1. Beobachte deine Gedanken: Welche Situationen beschäftigen dich immer wieder? Worüber machst du dir Sorgen? Was wiederholt sich ständig in deinem Geist?
  2. Richte die Aufmerksamkeit auf den Körper: Setz dich hin und frage dich: „Was für ein Gefühl löst dieser Gedanke in meinem Körper aus?“ Pass hier auf, dass der Kopf nicht zu schnell ist. Der Verstand will sofort erklären und ablenken („Ja, nee, da ist nichts…“, „Das ist so und so…“). Nein. Die Aufmerksamkeit muss auf den Körper und seine Empfindungen gerichtet werden.
  3. Verarbeite das Gefühl: Erst wenn du im Fühlen bist, kannst du das Gefühl wirklich verarbeiten und auflösen. Verarbeitung ist der Schlüssel für seelischen Fortschritt.

Wenn wir etwas wirklich verarbeitet haben, erleben wir eine völlig andere Welt. Die innere Projektion, die ein bestimmtes Ereignis nach außen getragen hat, ist nicht mehr aktiv. Sie ist nicht mehr vorhanden. Und deshalb können wir es auch im Außen nicht mehr erleben. Plötzlich sind die Lernschwierigkeiten des Sohnes wie weggeblasen, oder er findet wie von selbst einen leichten Weg, mit der Situation umzugehen. Wir sind erleichtert, weil es nicht mehr Teil unserer Realität ist. Man kann nicht erleben, was nicht im eigenen Inneren als Resonanz vorhanden ist.

Dein nächster Schritt

Vielleicht hast du Lust, mir deine eigenen Erlebnisse dazu per E-Mail zu schreiben. Wenn du lernen möchtest, wie du diesen Prozess des Fühlens und Verarbeitens für dich nutzen kannst, lade ich dich herzlich zu meiner kostenfreien Masterclass am 10. August ein. Es ist ein Live-Webinar, in dem wir genau beleuchten, wie das funktioniert. Anmelden kannst du dich auf meiner Webseite unter andregoettler.de

Ich wünsche Dir zukünftig einen viel, viel besseren Schlaf, damit es dir einfach gut geht und du morgens immer entspannt und erholt aufstehst.

Dein André

Schau auch gerne mal in die älteren Folgen hier im Podcast. Zum Thema Stress gibt es bereits eine Folge, in der ich aus einer ganz anderen Perspektive verdeutlicht habe, dass hinter Stress verborgene, verdichtete und nicht gefühlte Emotionen stecken.

Alle Folgen gibt es hier:
https://www.pulsing-earth.com/podcast

oder direkt auf spotify:

https://open.spotify.com/show/2U69vKGDZLBEgFIqvkHMAj

und sieh Dir Lifespace an, auch Stress durch elektromagnetische Strahlung kann unseren Schlaf erheblich stören:
https://pulsing-earth.com/webinar-anmeldung/

Denk dran, der Weg zu dir selbst ist der wichtigste deines Lebens.

Alles Liebe, alles Gute, dein Andre Göttler

Mehr über den Autor  erfahren: André Göttler

Empfehlung für Dich

Kennst Du schon unsere Lifespace OASIS?

Entdecke neues Wohlbefinden und neue Möglichkeiten für Dich und Deine Familie.